Wir werden immer wieder gefragt: “Ein durchsichtiger Bildschirm? Wie geht denn das?”. Deshalb gibt es heute den Versuch eine ganz einfachen Erklärung.

Dein Bildschirm auf dem Schreibtisch besteht aus Pixeln, die, je nach Farbe, rotes, grünes oder blaues Licht durchlassen. Je nach gezeigtem Bild lassen sie mehr oder weniger Licht durch. Lassen sie gar nichts durch, so sieht das Pixel schwarz aus. Lassen sie alles durch, so mischen sich rot, grün und blau zu weiß. Kennt man ja noch aus der Schule.

Aber woher kommt das Licht, dass sie durchlassen? Der Bildschirm ist ja hinten nicht durchsichtig. Dafür gibt’s das sogenannte Backlight, oder auch Hintergrundbeleuchtung, ein ganz flaches Licht, wie eine Scheibe, das alle Pixel von hinten anleuchtet. Ist dein Bildschirm als ganz weiß, so siehst du in Wirklichkeit einfach das Backlight.

Entfernt man nun das Backlight, so sieht man fast gar nichts mehr auf dem Bildschirm, das starke Licht fehlt ja. Deshalb baut man anstatt des Backlights einen innen weiß gefärbten Kasten mit starkem, weißen Licht hinter das Display. So kann das Display wieder leuchten. Und schon hat man eine Kiste mit einem transparenten Display. Unsere genialen Tüftler von MMT in Berlin machen das perfekt mit ihrer Hypebox.

Aber ein Problem gibt es jetzt noch: zeigt man schwarz, so kann man nicht durch das Display sehen. Sehr gut. Zeigt man aber weiß, so kann man komplett durch das Display sehen. Es ist also leider damit nicht möglich, opakes (=das Gegenteil von transparent) weiß darzustellen. Weiße Dinge sind immer unsichtbar. Deshalb designen wir unsere Apps auch immer ganz speziell.

Eine Möglichkeit gibt es zwar schon, die heißt dann “transparente OLEDs”, aber dazu mehr beim nächsten Mal, wenn wir erklären wie man Minority Report Interfaces baut.

Zusammengefast in einem Satz: Ein transparentes Display entsteht, wenn man die Hintergrundbeleuchtung entfernt und durch eine andere starke weiße Lichtquelle ersetzt. Klingt einfach, ist aber technisch ganz schön anspruchsvoll.

Und wozu nun transparente Displays in einer Vitrine? Vor allem zur Erklärung komplizierter oder sehr neuer Produkte aus Messen. So wird mehr Aufmerksamkeit auf das Objekt in der Vitrine gezogen. Gleichzeitig erklärt die Vitrine und übernimmt so einen Teil der Aufgaben des Betreuers auf dem Messestand. Der dann wiederum mehr Zeit für intensive Gespräche hat. Darüber hinaus können Interessenten sich optional per Touchscreen selbst und interaktiv informieren — eine Möglichkeit die mehr und mehr angenommen wird. Und nicht zuletzt kann natürlich jede Interaktion mitgezählt werden. So ist am Ende des Tages bekannt, wieviele Personen sich wirklich interessiert haben — für das großartige neue Produkt.

Danke für’s Lesen!

Wir wünschen einen inspirierten Arbeitstag, euer Wetouch Team.

p.s. noch mehr Details gibt’s auf http://hypebox.at/